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Studienfahrt Auschwitz 2013

Seit nun schon einigen Jahren führt die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Saar in Kooperation mit den UNESCO-Projekt-Schulen des Saarlandes die "Studienfahrt Gedenkstätte Auschwitz" durch. Dies ermöglichte vier Schülerinnen und einer Lehrkraft des TWG an der Fahrt teilzunehmen.

Die Fahrt war sehr gut organisiert. Schon einige Monate zuvor fand in den Räumen des Leibniz-Gymnasiums St. Ingbert ein erstes Kennenlernen der TeilnehmerInnen und BetreuerInnen statt. An diesem Vorbereitungstermin wurden nicht nur wichtige organisatorische Grundlagen für die Studienfahrt besprochen, sondern auch notwendige Inhalte erarbeitet, die es den TeilnehmerInnen ermöglichten, der schwierigen Thematik mit einer guten Vorbereitung entgegenzusehen.

Nach langer Wartezeit ging es am 06. September 2013 dann endlich los. Nach einer anstrengenden Busfahrt setzten die TeilnehmerInnen sich acht Tage lang nicht nur mit der NS-Thematik auseinander, sondern konnten auch viele Freizeitmöglichkeiten genießen und das für die meisten noch unbekannte Land Polen besser kennenlernen. Die Unterbringung war in der Jugendbegegnungsstätte von Oswiecim, in der den TeilnehmerInnen sowohl eine sehr gute Verpflegung als auch viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung (z.B. Tischtennisplatte, Tischkicker) geboten wurden.

Zu dem hervorragend gestalteten Wochenprogramm, das für die Jugendgruppe vom Evangelischen Jugendwerk vorbereitet worden war, zählten unter anderem jeweils eine Führung durch die Stammlager Auschwitz und Birkenau, Arbeit mit Archivmaterial der Jugendbegegnungsstätte, ein Zeitzeugengespräch, eine Stadtführung durch Oswiecim, ein gemeinsamer Tag mit polnischen Jugendlichen sowie ein Tagesausflug nach Krakau. Jeden Abend traf sich die Gruppe in einer Auswertungsrunde, um das Erlebte zu besprechen und zu diskutieren.

Mit vielen Informationen und sicherlich ein Stück reifer kehrte die Gruppe in der Nacht des 14. September 2013 zurück ins Saarland. Sowohl aus Sicht der teilnehmenden Jugendlichen als auch des Betreuerteams war es eine rundum gelungene Fahrt mit einer sehr interessierten und angenehmen Gruppe.

Abgerundet wurde die Woche durch ein Nachtreffen der TeilnehmerInnen am TWG, wo die Eindrücke noch einmal ausgetauscht und besprochen wurden.

Ein Dank gilt insbesondere der Evangelischen Jugend Saar, die diese wichtige Fahrt jedes Jahr aufs Neue ermöglicht; vor allem sollte auch Frau Zuda-Tietjen nicht unerwähnt bleiben, die diese Fahrt mit großer Leidenschaft organisierte.

Abschließend soll der Verlauf der Woche durch vier Berichte der TWG-Teilnehmerinnen (Angela Altmeier, Paula Fellinger, Giulia Kern, Marie Kern) noch ein wenig deutlicher dargestellt werden:

Dienstag - Tagesfahrt nach Krakau

Wir begannen diesen Tag wie jeden anderen mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Bus ca. eine Stunde von Oswiecim nach Krakau. Dort schauten wir uns zunächst Schindlers Fabrik an. In diesem Gebäude befindet sich heute eine Museum über die Zeit des Nationalsozialismus, in dem diese Zeit möglichst realistisch rekonstruiert werden soll. Nach der Museums-Besichtigung sahen wir uns den Wavel und die Marienkirche an.

Nach den Führungen hatten wir Zeit, die Stadt in kleineren Gruppen selbst zu erkunden, dort zu essen und Andenken zu kaufen, bevor wir uns auf die Rückfahrt machten.

Mittwoch - Erhaltungsarbeiten im Stammlager

Der Tag begann wie die anderen Tage auch mit einem ausgiebigen Frühstück. Es war ein regnerischer Tag, jedoch ließen wir uns trotzdem nicht davon abhalten, praktische Arbeiten zum Erhalt der Gedenkstätte zu vollbringen. Wir fegten Laub und Staub zusammen und sorgten dafür, dass der Bereich wieder schön anzusehen war. Nach getaner Arbeit aßen wir gemeinsam zu Mittag und beschäftigten uns anschließend mit Archivmaterial von Themen, die wir uns individuell aussuchen durften. Von den Biografien einzelner Menschen bis hin zu wichtigen Ereignissen war alles im Sortiment vorhanden. Die meisten Dokumente stammten tatsächlich genauso aus der Kriegszeit. Nach der spannenden Arbeit nahmen wir das Abendessen zu uns und machten unsere tägliche Auswertungsrunde.

Donnerstag - Tag mit polnischen Jugendlichen

Am Donnerstag, unserem vorletzten Tag der Studienfahrt, haben wir regulär um 8 Uhr gefrühstückt. Danach kam eine Stunde später die Gruppe der polnischen Jugendlichen an. Nach der Begrüßung gingen wir in den Przybylski-Raum. Dort hatte eine Mitarbeiterin der Jugendbegegnungsstätte Kennenlern-Spiele vorbereitet.

Da weder unser Polnisch sehr gut, noch das Deutsch der polnischen Jugendlichen ausreichend genug war, kam ein polnischer Dolmetscher mit. Wir spielten Spiele wie "Obstsalat", "Synonyme finden" oder "Gesichterpuzzle". Nach einer kleinen Pause sollten sich jeweils zwei Deutsche und ein Pole zusammenfinden; diese sollten dann Dialoge erfinden und später vor der Gruppe präsentieren. Nach den Spielen im Haus sollten die Gruppen sich wieder zusammenfinden und in der Stadt Oswiecim eine Stadtrallye machen. Bei dieser sind wir durch die halbe Stadt gelaufen und gönnten uns zwischendurch ein Eis. Nach Ablauf der verfügbaren Zeit fand die Auswertung der Rallye und anschließend die Siegerehrung statt. Danach hatten wir alle Freizeit und spielten Fußball oder sangen, während die Betreuer der Jugendbegegnungsstätte den Grill vorbereiteten.

Nach dem Grillen fanden wir uns alle im Sitzkreis zusammen und sangen. Leider mussten wir die Runde nach einer halben Stunde beenden, da die polnischen Jugendlichen sich auf den Rückweg machen mussten. Nach der Abfahrt bereiteten unsere Betreuer ein Lagerfeuer vor, an dem der größte Teil der Gruppe bis spät in die Nacht saß.

Freitag - Letzter Tag in Oswiecim

Wir starteten mit einem gemeinsamen Frühstück, welches zugleich unser letztes in Polen war. Dann machten wir uns auf den Weg zur Gedenkstätte, um uns in Ruhe zu verabschieden und jeder hinterließ eine Blume an seinem für ihn bewegendsten Ort. Daraufhin folgte eine kleine Auswertungsrunde bis zum Mittagessen.

Nachdem wir die Mahlzeit zu uns genommen hatten, machten wir uns nach einer ereignisreichen Woche auf die Heimreise.



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